Beiträge vom: Februar, 2008

Autor: Ariane

Idyllisch inmitten der Lechtaler und der Allgäuer Alpen gelegen befindet sich auf knapp 1000 Meter Höhe die Elbigenalp, die Heimat der legendären Geierwally und eine der schönsten Tiroler Landschaften.

Elbigenalp ist die Heimat der Geierwally ©Ariane Israel

Der Name Elbigenalp leitet sich von Eelbigen Alp = elmige Alpe, also mit Ulmen bewachsene Alpe, ab. Urkundlich erstmals erwähnt wurde die Elbigenalp bereits 1312, vermutlich existiert der Ort jedoch schon seit dem 9. Jahrhundert. Elbigenalp ist auch durch seine Holzschnitzereien bekannt. Es befindet sich dort seit 1951 die einzige Schnitzschule Österreichs . Mit der Gemeinde untrennbar verbunden ist außerdem der Name der “Geierwally” und damit die Geschichte der Anna Stainer-Knittel (1841-1915).

Berühmtheit erlangte Anna Knittel als “Geierwally”. Mit zarten siebzehn Jahren erklärte sich Anna bereit, an einem Seil hängend einen Adlerhorst in einer Felswand nahe dem Dorf auszunehmen. Dies war eine Praktik, die im 19. Jahrhundert üblich war um Attacken der Adler auf die Schafsherden des Dorfes zu verhindern. Die in Heimatfilmen dramatisch aufbereitete Szene zeigt, wie sich Anna nur mit Not gegen den angreifenden ausgewachsenen Adler wehren kann- ein Hirngespinst der Regisseure und Drehbuchautoren. Eigenen Aufzeichnungen zu Folge packte Anna das Adlerjunge in ihren Deuter Rucksack, schrieb die Jahreszahl auf eine Felsplatte und stieg mit Hilfe der oben Wartenden die Felswand wieder hinauf.
Als Erwachsene besuchte Anna die Kunstakademie in München und wurde durch ihre Zeichnungen berühmt. Bis ins hohe Alter leitete sie eine Zeichenschule für junge Damen.

Der Ort liegt sehr schön an der rechten Talseite in leichter Hanglage an den Allgäuer Alpen. Im vorigen Jahrhundert wurde der Ort von der Mutter des bayrischen König, Ludwig II, im Sommer öfters besucht. Der Ort bildet das Zentrum des Lechtals. Hier findet man zahlreiche Liftanlagen, eine Rodelbahn und die bereits erwähnte Schnitzschule. Außerdem eine Skischule, Pferdeschlittenfahrten, Eisstockschießen, Langlaufloipen und im Sommer zahlreiche Mountainbike- und Wanderwege und die Möglichkeit zum Paragliding.    [...mehr]


Autor: Ariane

Snowkiten sieht cool aus, macht Riesenspaß und bringt einen dem Himmel näher. Aber gibts sonst noch Vorteile?

Klar, jede Menge!

In nur wenigen Stunden mit professioneller Anleitung kann jeder, der schon Ski oder Snowboard fährt, den Kite steuern und die ersten Lines in den Schnee setzen. Beherrscht man diesen Sport erst mal auf Schnee (was natürlich erheblich leichter ist, denn hier steht man auf einer Unterlage, während man im Wasser einfach nur versinkt), ist das Ganze im dem Wasser nur noch die nächste Stufe in den Kitehimmel.

Man spart sich nerviges Schlangestehen für den Lift und das Geld für die Liftkarten.

Kein Gedrängel auf vollen Pisten, weil man viel flexibler ist und überall dort kiten kann, wo keine größeren Hindernisse im Weg stehen, Wind und Kite sei Dank!

Und außerdem sieht man mit dem Snowkite um einiges cooler aus als alle anderen, die sich so im Schnee rumtreiben ;)

Kiteboarding ein Ganzjahressport und einfach nur richtig richtig geil :-D

Und so schaut das Ganze dann aus:



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Autor: Ariane

Die Kasnudel ist ein völlig unterschätztes Gericht. Die meisten denken bei Nudeln nur an Italien, niemand denkt an Kärnten. Völlig zu Unrecht! Denn die Kasnudel ist ein sehr feines, bekömmliches und vor allem leckeres Essen.
Daher heute aus der Kategorie Alpen-Spezialitäten: die Kasnudel.

Kasnudel aus Kärnten ©Wikipedia

Zutaten für vier Personen:

  • 250 g Quark (auch bekannt als Topfen ;-))
  • 1 Zwiebel
  • 1 große Kartoffel, gekocht und gepresst
  • Kerbel
  • 250 g gesiebtes Mehl
  • 125 ml Wasser
  • 2 EL Öl
  • 1 Ei (Gr. M)
  • 125 g zerlassene Butter
  • Salz
  • Minze

Zubereitung:

Die Zwiebel fein hacken und anschwitzen, mit Topfen/ Quark vermengen und die gepresste Kartoffel dazugeben.
Mit Salz, gehacktem Kerbel und Minze (ideal: Nudelminze) abschmecken und kleine Kugeln formen.

Den Nudelteig wie folgt zubereiten:
Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten und ca. 1/2 Stunde ruhen lassen. Danach ausrollen, Kugeln draufsetzen, einschlagen und ausstechen.

In Salzwasser kochen und mit brauner (zerlassener) Butter servieren.

Zubereitungszeit: etwa 30 Minuten

Und danach dann noch ein leckerer Cocktail und der Abend kann so richtig losgehen… ;-)

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Autor: Ariane

Geschwindigkeit + Adrenalinkick = FUN. Dass das auch und vor allem in der kalten Jahreszeit und im Schnee funktioniert, beweisen diverse Trendsportarten im Bereich Wintersport, wie zum Beispiel das Snowkiting.

Snowkiting, Snowkiten oder auch Kite Skiing ist sozusagen die winterliche Fortsetzung des Kitesurfens: Schnee und Wind, Skier oder Snowboard und ein Zugschirm sind die Zutaten zu einem Sport, bei dem zwischen Race und Freestyle unterschieden wird. Bei genügend Wind lässt man den Drachen steigen und sich von ihm über den Schnee ziehen. Das Besondere dabei ist, man fährt nicht nur talwärts, sondern kann sich vom Kite durchaus auch bergauf ziehen lassen.

Beim Race rasen die Kiter oder auch Rider mit bis zu 100 km/h über die Piste, beim Freestyle sind akrobatische Sprünge mit bis zu 10 Meter Höhe zu sehen.

Wie bei allen Kitesailing Sportarten ist darauf zu achten, dass genügend Spannung in den Leinen des Drachen vorhanden ist, da er sonst in sich zusammensackt und herunterfällt. Ein Grund dafür kann zum Beispiel direktes Fahren hinter dem Drachen sein.
Der Geschwindigkeitsrekord liegt zur Zeit bei 108 km/h.

Ein Hotspot der Szene ist der Silvaplanersee im Herzen des Schweizer Oberengadins- Südlich von St. Moritz gelegen trifft sich die Snowkiting-Elite Europas zum Kräftemessen, Tricks abgucken und natürlich auch zum Feiern.
In vielen Teilen Österreichs und der Schweiz werden bereits Snowkite-Kurse angeboten, damit auch Anfänger bald in den Genuß von Wind und Geschwindigkeit kommen können. Eine saubere Technik ist bei dieser Sportart das A und O, weswegen sich solche Kurse für Interessenten empfehlen.

Die weltbesten Snowkiter trafen sich übrigens Anfang Februar bei den Super-Fly Open im Powder Mountain Resort im amerikanischen Utah.    [...mehr]


Autor: Ariane

Vom 14. bis 17. Februar fanden in Chamonix in den französischen Alpen die ersten winterlichen Nissan Outdoor Games statt. Die Extremsportler setzten sich in ihrer jeweiligen Sportart in Szene und hatten fünf Tage Zeit, einen Kurzfilm für den Wettbewerb umzusetzen.

Freeride ist wie Fliegen... ©georgio/Flickr

Adrenalin pur war angesagt an diesem Wochenende im französischen Chamonix. Freerides, Slopestyles, Basejumps… Hauptsache, nicht langweilig!

Beim Filmwettbewerb waren die Sieger allerdings keine Unbekannten. Wie bereits im Vorjahr setzte sich das Team “Ride the Planets” durch und auch das diesjährige Video lässt sofort den Blutdruck steigen- die Jungs sind einfach nur EXTREM! :-)

Das das Video noch nicht bei Youtube erhältlich ist (schließlich fand die Siegerwertung erst vor wenigen Stunden statt), müßt ihr euch jetzt leider durchklicken, um es euch anzuschauen: Sieger Nissan Outdoor Games Winter 2008 .    [...mehr]


Autor: Ariane

Bei der ersten Winterausgabe der Nissan Outdoor Games vom 14. bis zum 17. Februar in Chamonix nehmen etliche Extremsportler an einem außergewöhnlichem Filmwettbewerb teil. Die Sportler setzen sich in ihrer jeweiligen Sportart in Szene und realisieren einen Kurzfilm in fünf Tagen.

Noch steht der Sieger nicht fest und die Videos sind noch in der “Mache”. Aber in wenigen Tagen wissen wir mehr und dürfen uns dann an dem erfreuen, was diese Extremsportler drauf haben.

Als kleinen Vorgeschmack habe ich hier nun das Video der Sieger der letztjährigen Nissan Outdoor Games Summer 2007.

Ich weiß nicht, wie es euch dabei geht- aber ich will SOFORT in die Alpen!!!



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Autor: Ariane

Nach Teil 1 mit allgemeinen Informationen und Teil 2, bei dem es sich um den Winter im Walliser Lötschental dreht, folgt nun Teil 3 mit einem kleinen Vorgeschmack auf den Sommer in den Walliser Bergen.

Die ideale Lage des Lötschentals lädt natürlich nicht nur in der kalten Jahreszeit zum Wintersport ein, sondern macht das Tal im Sommer zum perfekten Ort für Wandern in den Alpen, Unternehmungen mit dem Mountainbike, für Klettertouren in den Bergen und vieles vieles mehr.

Besonders die mehr als 200km gut ausgeschilderter Wanderwege laden zu erholsamen Märschen ein ariane01.jpg, entlang an kleinen Seen, Weiden und Wiesen, über Gletscher und hinauf zu Berghütten, von denen aus man einen gigantischen Blick ins Tal hat. Es bietet sich zum Beispiel für Familien mit Kindern die Wanderung entlang der Fafleralp auf dem sogenannten Sagenweg an. Gute drei Stunden ist man auf der leichten Wanderung unterwegs und erfährt dabei zahlreiche spannende Geschichten aus der Lötschentaler Sagenwelt.

Wer sich etwas mehr anstrengen möchte, kann auch die Rund-Wanderung von der Fafleralp zum Gletschertor unternehmen.
Diese dauert ebenfalls um die drei Stunde, ist jedoch etwas anspruchsvoller und erfordert größte Aufmerksamkeit beim Lesen der Markierungen. Vom Parkplatz Fafleralp aus geht es taleinwärts, über die Lonza-Brücke und in Richtung Grundsee, von dort aus weiter Richtung Guggistafeln beziehungsweise Guggisee; von dort beginnt der Abstieg zurück zur Fafleralp.

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Gute 1000 Höhenmeter bewältigt man auf der dreistündigen Wanderung von Ferden nach Obers Färda, etwas mehr Ausdauer und Zeit erfordert der beinah fünfstündige Aufstieg auf den 2796 Meter hohen Niwen, von dem aus man jedoch einen wunderbaren Ausblick über das Rhonetal genießen kann. Der Aufstieg startet an der Faldumalp und dauert bis zum Gipfel etwa 2,5 Stunden; der Abstieg geht deutlich schneller.

Von der Lauchernalp aus empfiehlt sich der gut eine Stunde und 30minütige Rundweg zum 2593 Meter hohen Hockenkreuz ( Hockuchriz). Von dort geht es weiter bergab zur Kummenalp, wo ein Gasthaus steht und hernach über den Höhenweg Lötschental zurück zur Lauchernalp. Bei mäßigem Tempo dauert diese Wanderung gute vier Stunden insgesamt.

Lötschental Tourismus bietet in seinem Wochenprogramm ariane05.jpgjeweils eine geführte Gletscherwanderung sowie eine Vogel- und Wildbeobachtung an und hält natürlich zahlreiche Informationen zu diesen und noch etlichen anderen Wanderungen parat.

Wer sich lieber zweirädrig fortbewegen möchte, kann sich beim Lonza Sport in Blatten ein passendes Mountainbike (Downhill- oder Freeride) leihen und eine der ausgeschilderten MTB-Routen folgen.

Wer klettern möchte, wendet sich am besten an Pius Henzen, seines Zeichens Bergführer für die Tourismusregion Lötschental (Tel: +41 (0)27 939 16 04). Für die Grundbedürfnisse des Kletterers mag jedoch auch die Kletterwand hinter dem Berghaus Lauchern auf der Lauchernalp genügen.

Neben den erwähnten Möglichkeiten bietet das Lötschental natürlich noch viel mehr: Drachenfliegen, Paragliding, Golf und Minigolf, Thermalbäder und und und… - aber das müssen Sie schon selbst rausfinden :-)




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Autor: Ariane

Ging es im ersten Teil hauptsächlich um allgemeine Fakten, konzentriert sich der zweite Teil der Lötschental-Reihe nun auf die Winterzeit im Lötschental.

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Wer den Winter im Lötschental kennt, weiß, was “schneesicher” bedeutet. Wenn in anderen Teilen Europas die Pisten schmelzen und Gras zum Vorschein kommt, hat das Lötschental immernoch zwei Meter Schnee zu bieten- Minimum. Durch die Lage des Tals, umgeben von etlichen Dreitausender, hat der im Wallis berüchtigte Föhn keine Chance, sich bis zum Talgrund durchzusetzen und die Schneeschmelze voranzutreiben- perfekt für den Wintersport bis ins späte Führjahr!

Erste Anlaufstelle für wintersporlichen Spaß im Lötschental ist die Lauchernalp. loetschental.jpg
Umgeben von der imposanten Bergkulisse des UNESCO-Welterbes liegt das gut mit einer Luftseilbahn, zwei Sesselbahnen, zwei Skiliften und einer Gletscherbahn erschlossene Skigebiet Lauchernalp zwischen 1950 und 3111 m ü. M. und bietet rund 33 km Pisten aller Schwierigkeitsgrade. Aber auch Langlaufloipen und markierte Winterwanderwege, Freeridegebiete und der Funpark für Snowboarder, 50 km Winterwanderwege, Höhen-Winterwanderweg auf über 3000 m ü. M. und vieles mehr bieten Zugang zur einzigartigen Schönheit und zur Einsamkeit des Lötschentals. Und Erholung für Eltern ist auch garantiert, zumindest drei Stunden am Tag, in denen sich der Nachwuchs im lauchernalpschen Kinderland sicher aufgehoben weiß.

Der höchste Winterwanderweg Europas führt von der neuen Bergstation der Gletscherbahn (an der sich auch eine fantastische Schautafel befindet, die das Bergpanorama erklärt) in etwa 45 Minuten auf den Hockenhorngrat von 3111 Meter ü.M.
Von dort genießen Wanderer eine unbeschreibliche Aussicht auf die Viertausender der Schweiz, Italiens und Frankreichs.

Infos zum Skipass für die Region Lauchernalp bekommt man unter Telefon 0041/27/9388998.
Und wer sich vorab selbst überzeugen möchte, wieviel Schnee dort liegt und wie das Wetter ist, kann ja mal einen Blick auf die WebCam mit stets aktuellen Bildern werden.

Zwei traditionelle Anlässe bereichern den Winter im Lötschental.
holzmaske.jpg Nebst dem Chinigrossli am Neujahrstag sind zur Fastnachtszeit die Tschäggätä los.
Beim Chinigrossli stellen drei junge Männer mit einem schön geschmückten Pferd die drei Könige dar. Nach Einbruch der Dunkelheit wird das Chinigrossli durch die Gassen des Dorfes und in die Stuben der Dorfbewohner geführt, während ein Sängerchor singend von Haus zu Haus marschiert. tschaegaettae02.jpg
Die Tschäggätä sind Gestalten, welche während der Fastnachtszeit einzeln oder in Gruppen durch die winterlichen Dörfer ziehen, um den Menschen Respekt beizubringen und Angst einzuflößen. Die Tschäggätä tragen alte Kleider, darübergeworfen Schaf- oder Ziegenfelle und die für das Tal typischen fratzenhaften, geschnitzten Holzmasken.

An Hotels und (meist von privat vermieteten) Chalets und Pensionszimmern mangelt es nicht, eine rechtzeitige Buchung empfiehlt sich jedoch, da die Unterkünfte vor allem in den Ferienzeiten recht schnell ausgebucht sind.    [...mehr]


Autor: Ariane

Duftende Wiesen, bimmelnde Kühe und lockende Wanderstrecken im Sommer, perfekte Skipisten und schneebedeckte Gipfel im Winter. Das Lötschental im Schweizer Kanton Wallis bietet dem Erholungsuchenden alles, was das erschöpfte Großstadtherz sucht.
Hier folgt nun Teil 1 einer dreiteiligen Serie über das Lötschental: Wann entstand es, wie gelangt man hin, wie sieht es aus?

 

Blick ins Lötschental ©Ariane Israel

Das schweizerische Lötschental liegt im Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn-Gebiet der Berner Alpen, das als UNESCO-Weltnaturerbe unter Schutz steht. schweizkarte.jpg Der Fluss Lonza wird vom Anengletscher gespeist und durchfließt das Lötschental.
Das Tal ist von mehr als zwanzig Dreitausendern umgeben. In ihm leben rund 1500 Einwohner, auch Lötscher genannt.

Nördlich vom Tal befindet sich der Lötschenpass, ein seit der Bronzezeit begangener Weg, der dem Tal eine wichtige Bedeutung als Handelsweg bis in die Neuzeit verliehen hat.
Zahlreiche archäologische Funde belegen, dass bereits um 1000 v. Chr. Menschen im Lötschental siedelten. Die Bezeichnung “Lötschen” taucht erstmals 1181 auf.
Der Pass war bis ins 18. Jahrhundert die wichtigste Verbindung zwischen dem Oberwallis und dem Berner Oberland auf der anderen Seite der Bergkette, erhielt jedoch aufgrund zahlreicher zurückliegender Schlachten zwischen Wallisern und Bernern nicht das Wegerecht.
Aus einer Chronik des Jahres 1549 heißt es:

Neben Gestelen falt ein Wasser herfür in den Rodden, das heisst Lüntza, entspringt ob einer grossen meyl wegs gegen Mitternacht, und ein wenig gegen Auffgang, hinter dem Gebirg Bietschhorn ob Raren gelegen, und neben dem Lettschenberg. Von dises Wassers ursprung gehet ein pass gegen Mittnacht über den Berg Lettschen oder Lettscher hinüber inn Gastrun, und fürter gegen Kanderstäg im Frutiger tal, Berner gebiets. Dieser berg ist fast rauch, unwägsam und sörgklich zu wandern, und verfallen vil leut darauff.” loetschenpassch.jpg

Schon 1795 verfügten die Lötschen über eine eigene Verfassung und waren somit unabhängig von umliegenden Gemeinden.
1815 wurde das Wallis, und damit auch das Lötschental, als 20. Kanton in den Bund der Eidgenossen aufgenommen und rasch entwickelte sich die Region als Anlaufpunkt für Bergsteiger, Erholungssuchende und auch für die allmählich aufsteigende Industrie. Über diese Entwicklung kann man in einem Bericht aus dem Jahr 1888 lesen:

“Primitives, patriarchalisches Leben. Diese Bergbewohner haben so wenig Bedürfnisse, dass es keine Wirtschaft, keinen Weinausschank im Tale gibt. Man spielt nie für Geld. Die Mode ist unverändert seit Jahrhunderten. Alle Kleider werden im Tale selbst verfertigt aus einheimischer Wolle. In jedem Haushalt findet man die Weberei. Die Braut setzt noch den Schmuck ihrer Ahne auf, den schwarzen Hut mit breitem Goldrand, der aufbewahrt wird wie eine Reliquie. Die Söhne tragen die Festtagskleider ihrer Väter. Im Winter in den langen Abendsitzen spinnen die Frauen und erzählen die Alten den Jungen aus der Chronik des Tales und die wunderschönen Gletschersagen.”

1868 wurde das erste Hotel der Region eröffnet und vor allem englische Alpinisten wurden zu begeisterten und wiederkehrenden Gästen des Lötschentals.
In den nächsten Jahrzehnten entstehen etliche Hotels und Talstraßen.
Im “Großen Herder”, einem Lexikon aus dem Jahr 1954, findet man unter “Lötschental” diesen Eintrag:

“Lötschental, Schweizer Hochalpental auf der Südseite der Berner Alpen im Kt. Wallis, 26 km lang, 1950: 1400 E.; durch den 2692 m hohen Lötschberg(paß) verbunden mit dem Kandertal. Der Lötschbergtunnel (14,5 km lang, 1907/13 erbaut) vermittelt den Verkehr der Lötschbergbahn zw. Bern und Brig mit der Simplonbahn.”

1956 wird der erste Schlepplift unterhalb der Hockenalp errichtet; flooo79.jpgder Wintertourismus hält endgültig Einzug im Tal.

Heute ist das Tal vor allem bekannt für die Autoverladung zum Bahntransit durch den Lötschbergtunnel, im Sommer als beliebtes Wandergebiet und als Wintersportgebiet. Und nicht zu vergessen, für die bekannten Lötschental-Masken.

Für Bahnreisende ist Goppenstein der Eingang zum Lötschental.
Reist man mit dem Auto an, hat man, von Norden oder Osten kommend, zwei Möglichkeiten. Man kann die Autobahn benutzen und über Basel oder Zürich nach Bern fahren. Von da aus über die A6 bis Spiez und dann bis Kandersteg zur Autoverladung durch den Lötschbergtunnel.
Der erste Zug fährt gegen 5 Uhr, der letzte um 24 Uhr. Die Züge verkehren mindestens halbstündlich, an Wochenenden sowie von Juli bis Oktober öfter, die Fahrzeit durch den Tunnel beträgt etwa eine viertel Stunde.
Alternativ fährt man via Luzern, Brünigpass und Grimsel oder über Chur, Oberalppass und Furka ins obere Rhonetal, bis man bei Gampel/Steg ins Lötschental einbiegt. Nach einigen Serpentinen geht es da, wo das Lötschental eigentlich beginnt, in den Straßentunnel.
Natürlich kann man auch per pedes über den Lötschenberg oder von Leukerbad aus ins Lötschental gelangen, hierfür empfiehlt sich dann aber doch die Anschaffung eines Wanderführers oder sogar die Buchung eines Bergführers.

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Autor: Ariane

Wer, wie ich, derzeit nicht in Schnee-Nähe ist, aber dennoch die Sehnsucht nach den Snow-Adrenalinkicks verspürt, für den ist das Internet eine Fundgrube.

Gesegnet seien Youtube und Konsorten, denn ohne wäre es derzeit wirklich schwierig für mich, die Schnee-Sehnsucht im Zaum zu halten. Die Live-Events sind alle weit weg oder werden abgesagt, da bleibt es einem doch nur noch, sehnsüchtig Videos anzuschauen und von besseren zeiten zu träumen ;-)
Und abgucken kann man sich auch diverses, denn die Jungs und Mädels habens einfach drauf :-)



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