Beiträge vom: August, 2008

Autor: Ariane

Die indische Bundesstaat Nagaland ist lange Zeit aus dem Gedächtnis der westlichen Welt verschwunden. Das Völkerkundemuseum in Zürich und das Museum der Kulturen in Basel geben aktuell Einblicke in das kulturelle Erbe der Region. Die Ausstellung im Züricher Museum wurde bereits am 7. Juni eröffnet und wird noch bis zum 1. März 2009 zu sehen sein. Das Museum Basel zeigt seine Ausstellung noch bis zum 17. Mai.

Nagaland©flickr michaelangelo francis

In einer Bergregion an der Grenze zwischen Nordostindien und dem nordwestlichen Burma leben die Naga. Während der britischen Kolonialzeit waren sie als Kopfjäger gefürchtet, wurden aber gleichzeitig für ihr handwerkliches Geschick bestaunt. Das Gebiet der Narga war seit der Unabhängigkeit wegen zahlreichen bewaffneten Konflikten zum Sperrgebiet erklärt worden. Erst seit dem Jahr 2001 können auch Ausländer wieder in den indischen Bundesstaat einreisen.

Der Projektleiter erklärt, dass in Zürich die Brüche zwischen Vergangenheit und Gegenwart thematisiert werden während sich im Baseler Museum alles um die Sammlungen als Zeugen einer vergangenen Zeit dreht.

Die NAGA in Zürich ist nur eines von vielen kulturellen Angeboten, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzen. Durch die enge Zusammenarbeit wurden zwischenzeitlich mehrere Jobs in Zürich geschaffen.    [...mehr]


Autor: Petra

Der Funtensee im Winter/©flickr/schifahrer_xx

Der Funtensee ist ein kleiner unscheinbarer See in den verkarsteten Weiten des Steinernen Meeres. Auf einer Höhe von 1601 Meter schmiegt er sich umgeben von Bergketten in einen Talkessel.

Entstanden ist der See durch Ablagerungen des Gletschers, der während der letzten Eiszeit dieses Gebiet überdeckte. Die Grundmoräne des Eiszeitriesen lagerte sich in der Doline des Funtensees ab und verdichtete so den Untergrund. Nun konnten sich Bäche und oberirdische Zuflüsse im Funtensee sammeln. Der See hat im Gegensatz zu den meisten anderen Bergseen keinen sichtbaren Abfluss. Sein Wasser gelangt durch den Ponor - ein unter der Wasseroberfläche liegendes Schluckloch, welches am Funtensee auch als Teufelsmühle bezeichnet wird- unterirdisch in den Königsee. Für seine Reise in den 1000 Meter tiefer gelegenen Königsee benötigt das Wasser nicht einmal einen halben Tag.    [...mehr]


Autor: Petra

Salz oder das weiße Gold, wie es auch genannt wird. Seit je her benutzen wir Salz zum Würzen unserer Speisen. Zahlreiche Orte wurden wegen ihrer Nähe zum Salz reich. Auch ihre Namen künden vom Salz. wie Beispielsweise Salzburg, Hallein, Halle, Bad Reichenhall. Doch wie wird das “weiße Gold” gewonnen? Wo kommt es her?

Lichtshow über dem Spiegelsee/©flickr/Jovana_NzNatriumchlorid oder Salz, kann auf die verschiedensten Weisen gewonnen werden. Meersalz wird durch die Verdunstung von Meerwasser gewonnen. Doch wo kommt das tägliche Speisesalz her? Auch aus dem Meer? Zum Beispiel das Bad Reichenhaller Salz. Es wird in Berchtesgaden gewonnen und in hoch konzentrierten Laugen nach Bad Reichenhall gepumpt. Dort wird es in der Saline aufgearbeitet und mit Zusätzen wie Jod zu unserem Speisesalz.    [...mehr]


Autor: Ariane

Schweiz©flickr hydro-xy

Nicht selten hört man von Freunden oder Bekannten, dass sie von ihrem Arbeitgeber versetzt wurden und jetzt für einige Zeit im Ausland leben werden.

Immer häufiger fällt dabei auch der Name der Schweiz. Schnittpunkt unterschiedlicher Kulturen, Kommunikations- und Wirtschaftszentrum zwischen Nord- und Südeuropa, landschaftlich ein wunderschönes Land und sprachlich für viele Deutsche verständlich.

Aber nicht nur aus beruflicher Perspektive ist die Schweiz für viele Menschen interessant. Viele wandern ganz aus, um sich in unserem Nachbarstaat nieder zu lassen. Nicht selten wird dann ein Grundstück gekauft um ein Haus zu bauen und sich somit einen Ruhesitz zu schaffen.

Die Arbeitslosenquote ist in der Schweiz seit Jahren auf einem niedrigen Niveau. Auch Jugendliche und ältere Menschen, bei denen in der Regel die Chancen auf einen Job schlechter aussehen, haben in der Schweiz gut Chancen. Schweizer Unternehmen suchen dringen nach hochqualifizierten Fachkräften.

Kein Wunder, dass die Deutschen auswandern und lieber in der Schweiz für höhere Löhne arbeiten, als in Deutschland. Schließlich lässt sich auf diese Weise wesentlich schneller ein eigenes Grundstück kaufen, als mit dem deutliche geringeren Lohnniveau hierzulande. Obwohl es deutlich weniger Feiertage und Urlaub im Jahr gibt, lassen sich Auswanderer nicht von ihrem Gedanken abbringen. Warum auch, wenn man jedes Wochenende Ski fahren und die tolle Natur genießen kann.    [...mehr]


Autor: Ariane

Reinhold Messner ist einer der bekanntesten, aber auch umstrittensten Bergsteiger. Dazu trug neben seiner starken Selbstvermarktung und Medienpräsenz mit häufig polarisierenden Äußerungen zum Bergsteigen auch die Diskussion um den Tod seines Bruders Günther am Nanga Parbat im Jahr 1970 bei, bei der seine Darstellung der Ereignisse von seinen damaligen Bergkameraden in Zweifel gezogen wurde.

Nicht zuletzt auch dadurch, dass er felsenfest von der Existenz des Yeti überzeugt ist, hat er seinen zweifelhaften Ruf immer wieder bekräftigt. Nichts desto trotz kommt man an ihm nicht vorbei, wenn man sich mit dem Bergsteigen in seiner extremen Form befasst.

Am Nanga Parbat erlebte Reinhold Messner sein größtes Trauma, den Verlust seines Bruders. ©Ben Tubby/ Flickr

Der 1944 im italienischen Brixen geborene Messner war der erste Mensch, der auf den Gipfeln aller 14 Achttausender stand und er war der zweite Mensch, der die Seven Summits, die jeweils höchsten Berge der sieben Kontinente, erreichte.

Auch als Politiker der Südtiroler Grünen und als Buchautor machte Messner sich einen Namen. Vor Kurzem gab er der Stuttgarter Zeitung ein sehr ausführliches Interview, indem er ausgiebig darlegte, was die Menschen seiner Meinung nach in die Berge zieht und was er aus all seinen Erfahrungen in Extremhöhen und der Nähe zum Tod gelernt hat.

“Mein Bergsteigen ist Verzichtsalpinismus. Ich habe auf die Sauerstoffflasche verzichtet, auf das Hochlager, am Ende auch noch auf den Partner. Nur auf den Humbug, hinaufzusteigen, habe ich nicht verzichtet. Das werfe ich mir selber lächelnd vor. Aber ich bin sehr froh, dass ich es getan habe.”

Reflektierend und durchaus selbstkritisch gibt Messner Auskunft, darüber, was Spitzen-Alpinismus aus seiner Sicht ist.

“Was wir tun, ist unnütz, ich bin ein Eroberer des Nutzlosen.”

Doch die Leidenschaft für das Extreme und die Liebe zur Natur trieben ihn immer wieder dazu, neue Wege zu beschreiten:

“Ich gehe gar nicht erst los, wenn die jeweilige Expedition nicht das Sinnvollste ist, was es auf dieser Erde in dieser Zeit für mich gibt. Der Sinn fällt nicht vom Himmel, er wird auch nicht von einer Religion gestiftet, sondern ich selbst stifte Sinn, indem ich mir mein Tun wichtig mache.”

Und genau das ist es wohl, worin Bergsteiger aus aller Herren Länder mit ihm überein stimmen. Doch durchaus kritisch äußert er sich immer wieder zu den mittlerweile touristischen Aufstiegen wie denen am Mount Everest. Nicht, dass Messner anderen Menschen nicht die Natur und das Erlebnis gönnt.

“Wo kann man sich heute sonst noch in harmonischer Landschaft und Stille erholen? Solange Leute aus dem Büro auf einfachen Wanderwegen auf einen kleinen Berg hinaufsteigen, finde ich das sehr positiv.”

Doch hat Messner, im Gegensatz zu vielen Amateur-Bergsteigern nie den Respekt vor dem Berg und die Achtung vor der Natur verloren.

“Der Mensch ist unendlich viel kleiner als der Berg. Und deshalb wird der Mensch nie in der Lage sein, den Berg zu beherrschen. Ich kann Ausdrücke wie “Ich habe den Berg bezwungen” oder “Ich habe den Berg erobert” nicht mehr hören. Das ist Nazisprache. Die Nazis dachten, sie könnten die Welt erobern. Aber in Wirklichkeit sind wir da oben nur geduldete Kreucher und Fleucher.”

Angesprochen auf die vor Kurzem geschehenen Tragödien am K2 und am Nanga Parbat, äußert er sich nachdenklich.

“Karl Unterkircher ist am Nanga Parbat ein Unfall passiert, der jedem passieren könnte. Er war ein exzellenter Bergsteiger, und ich habe großes Verständnis dafür, dass er die letzte Wand am Nanga Parbat packen wollte. Die Tragödie jetzt am K2 ist was ganz anderes: Das war ein Massenaufstieg mehrerer kommerzieller Expeditionen. Da wird versucht, möglichst viele Leute auf den Berg zu kriegen, und denen wird suggeriert, dass der Berg so präpariert ist, dass jeder hochkann. Kommerzielle Expeditionen sind nicht mein Geschmack. Aber verbieten kann man sie auch nicht. Wenn sich Leute unbedingt auf diese Weise umbringen wollen, dann sollen sie sich so umbringen. [...]Die Natur hat immer recht. Die Fehler machen immer nur wir.”

Reinhold Messner gilt als größter Bergsteiger der Welt ©fantasy/ WikiCommons

“Das, was ich tue, ist nicht kritisierbar, aber dafür habe ich alleine die Verantwortung. [...] Dies gilt natürlich nur für den Grenzgang und nicht für das Massenaufsteigen auf den Everest oder die 600 Leute, die im Gänsemarsch auf die Zugspitze rennen. Die folgen ja nicht ihrer Idee, sondern der Idee eines Organisators. Sie sind fremdbestimmt.”




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Autor: Petra

“Die eigentliche Entdeckungsreise besteht nicht im Kennen lernen neuer Landstriche, sondern darin, etwas mit anderen Augen zu sehen.” (Marcel Proust)

Blick über den Höglwörther See/©privatAuf den ersten Blick mag das kleine bayerische Städtchen Höglwörth langweilig wirken. Mit seinen typischen Bauernhäusern und Höfen passt es sich perfekt in die oberbayrische Idylle ein. Auch der kleine See passt nahezu ideal. Doch sieht man genau hin, erkennt man die Schönheit dieses Fleckens.

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