» Sagen

Autor: Ariane

Eine karge, zerklüftete Felswüste ist der Gottesacker und gleichzeitig die wohl ungewöhnlichste Landschaftsform in den Allgäuer Alpen.

Blick vom Hohen Ifen auf den Gottesacker ©Kai Brühne/ WikiCommons

Im nordwestlichen Teil des Kleinwalsertals befindet sich der Gottesacker, nahe am Hohen Ifen (2230 Meter), der an der Grenze zwischen Österreich und Deutschland liegt. Die Karstlandschaft des Gottesackers steht heute dank ihrer vielen Höhlen und seltenen Pflanzenarten unter Naturschutz.

Über die Entstehung des Gottesackers gibt es eine alte Sage:
Ein armer alter Mann wanderte einst über das Ifenkar im Kleinwalsertal. Üppig und grün waren die Wiesen und er erblickte eine wunderschöne, sonnenbeschienene Alpe. Da er großen Hunger hatte, bat er den Senn um ein wenig Schmalz. Der Senn war einer der reichsten der Gegend. Doch sein Herz war hart und so gab er dem alten Mann eine Schale voller Mist, die nur obenauf ein wenig Schmalz enthielt. Kaum hatte der alte Mann die Hütte verlassen, da erbebte der Boden und tat sich auf und verschlang die ganze Alp mit Mensch und Vieh. Statt der wunderschönen Wiesen erstreckte sich fortan eine Felsenwüste und erhielt den Namen Gottesacker, der ein altertümliches Wort für Friedhof ist.    [...mehr]


Autor: Ariane

Viele Sagen und Märchen über die Alpenregionen gibt es. Die folgende berichtet von einem Spuk in Tirol.

Von so manchem Schatz berichten die Alpensagen ©bogenfreund/ Flickr

Das Schloß, um das es geht, befindet sich in Hötting am Inn im schönen Tirol. In der Region wurde speziell ab dem 15. Jahrhundert viel Bergbau betrieben und so mancher realer Schatz geborgen.

“Weit unter der Kirche zu Hötting ragt das Schloß Lichtenturm empor, welches im sechzehnten Jahrhundert an die Freiherrn von Schneeburg kam, und daher auch jetzt häufig Schneeburg genannt wird. Dort hat man zum öftern die Gestalt eines großen Ritters erblickt, vornehmlich um die Mitternachtsstunde, dessen Helm dem aufgesperrtenn Rachen eines fürchterlichen Thieres glich; in der Hand trug er ein langes Schwert und wandelte aus einem Gewölbe der Burg bis zu einer Grube, die sich im Hofe befand. Bisweilen lehnte er auch am Fenster dieses Gewölbes und zeigte mit dem Schwerte hinein. Von seinen starken Fußtritten erbebte das ganze Schloß. Man vermuthete allgemein, daß jener Ritter eine Art Schatzhüter sein müsse, und einige beherzte Männer verabredeten sich mit dem Schloßaufseher, nach dem Schatze zu graben, wenn einmal die Herrschaft nicht auf Schneeburg sei.     [...mehr]


Autor: Petra

König Watzmann: Einst herrschte im Berchtesgadener Land der grausame König Watzmann. Er mochte weder Mensch noch Tier und seine größte Freude fand er in der grausamen Jagd. Lange konnte er auf dem Rücken von Rössern verbringen und das Wild zu Tode hetzen. Und ergötzte sich, wenn die Hunde die Beute zerfetzten. Doch auch seine Frau und Kinder waren ihm gleich. Sie standen in ihrer Grausamkeit dem König in nichts nach. “Hinaus zur Jagd” dröhnte es eins durch den Schlosshof. Und der König mit Kindern und Gattin ritt hinaus zur blutgen Jagd.

Blick auf den Watzmann, v.r.n.l. König, Kinder und Königin/©flickr/rotraud_17

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Autor: Petra

Berchtesgaden ist ein wilder Landstrich, in der alten Zeit erklärten sich die Menschen fantastische Felsformationen und unerklärliche Phänomene mit Sagen. Meist waren Teufel und Gott im Spiel. Hier ist ein kleiner Überblick über bekannte Sagen aus der Region

Blick auf die Steinerne Agnes/©Flickr/wolf_lindnerSteinerne Agnes: Einst lebte eine junge Sennerin in Berchtesgaden, diese wurde eines Tages vom Teufel verfolgt, in ihrer Verzweiflung sank sie hilflos hernieder und flehte die Mutter Gottes um Beistand an. Dieser wurde ihr gewährt und so öffnete sich ein Spalt im Fels durch den sie fliehen konnte. Doch war der Teufel schon zu nah. Er sprang ihr durch das Teufelsloch hinterher, doch erreichen konnte er sie nicht mehr. Um Sie zu retten, wurde sie zu Stein verwandelt und ihre Seele konnte in den Himmel auffahren.

Seit her scheint bei der Sommersonnenwende der letzte Sonnenstrahl durch das Teufelsloch und wenn man genau hinhört, kann man die Sennerin juchzen hören.



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